Artenschutz
 
Artenschutzprojekte
     
  Es gibt Vogelarten, die stehen vor dem endgültigen „Aus“ in Österreich. Soll man verzagen oder aufgeben? Wir sagen „Nein“! Mithilfe spezieller Schutzmaßnahmen kann man aussichtslose Situationen ins Positive umkehren. Die Erfolgsgeschichte des Kaiseradlers lässt uns hoffen: Er verschwand durch Verfolgung vor 200 Jahren aus Österreich. Dank intensiver Schutzbemühungen durch BirdLife in Ungarn nahmen die Bestände wieder zu. 1999 war es dann soweit: die erste erfolgreiche Brut des österreichischen „Wappenvogels“ in Österreich - Glücksmoment für viele Naturschützer.
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Monitoring
     
  BirdLife-Österreich überwacht die Bestände heimischer Vogelarten – Jahr für Jahr. Im Laufe der Zeit ergeben sich dadurch Bestandstrends. Demnach nehmen ehemals häufige „Allerweltsarten“ der offenen Kulturlandschaft wie Kiebitz oder Feldlerche in ihren Beständen ab. Für BirdLife ist das ein Warnsignal, sich im Rahmen der agrarischen Förderprogramme diesen Arten gezielt zu widmen - damit häufige Arten auch häufig bleiben.
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Prädation und Vogelschutz
     
  Räuber-Beute-Beziehungen sind ein faszinierender, aber auch komplexer und viel diskutierter Aspekt der Biologie. Dies führt nicht selten zu Auseinandersetzungen zwischen NGOs und der Jägerschaft, aber auch innerhalb von Ornithologen-Kreisen wird die Thematik kontrovers diskutiert.
Im Rahmen eines Projekts für das Ministerium für ein Lebenswertes Österreich wurde von BirdLife Österreich eine Literaturstudie durchgeführt. Die Auswertung von über 1.000 Literaturstellen erbrachte ein differenziertes Ergebnis. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Bodenbrüter häufiger von Prädatoren auf Populationsniveau beeinflusst werden (additive Sterblichkeit), allerdings die Übertragbarkeit zwischen Untersuchungsräumen sehr häufig nicht gegeben ist. Die wissenschaftliche Feststellung eines substantiellen Räuber-Einflusses hat also immer vor Ort und nicht durch Analogieschlüsse zu erfolgen. Tendenziell kann jedoch festgehalten werden, dass es starke Wechselwirkungen zwischen dem Einfluss der Prädatoren und der Lebensraumqualität bzw. der Größe von (Rest-)beständen eines Beutetiers gibt. Es könnte vereinfachend gesagt werden: je intakter und flächiger der Lebensraum, desto geringer der Einfluss von Raubtieren.

Download:
Literaturstudie Prädation und Vogelschutz
(pdf, 1,5 MB)


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