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Dr. Susanne Schreiner
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Presse
 
Wir sind, was wir essen! Es ist höchste Zeit für umweltfreundliche Lebensmittel und Landwirtschaft

Heute hat die Europäische Kommission ihre lang erwartete öffentliche Konsultation über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gestartet. BirdLife Europe und BirdLife Österreich fordern nachhaltige Lebensmittel aus für die Natur nachhaltiger Landwirtschaft.

Wien, 2. Februar 2017 - Derzeit gehen etwa 35 Prozent des gesamten EU-Budgets an die Gemeinsame Agrarpolitik GAP. Die derzeitige GAP schadet einerseits der Umwelt, der Gesundheit der Bevölkerung und der nachhaltigen Entwicklung, ohne andererseits das Schließen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe in der EU aufzuhalten. Eine neue GAP muss im Einklang mit allen anderen Politikbereichen - insbesondere mit dem Umwelt- und Naturschutzbereich - eine gute Zukunft für Landwirte, Konsumenten und die Natur gewährleisten.

Bisher ist die GAP Mitverursacher von Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt, Bodenerosion und Wasserverschmutzung. Feld- und Wiesenvögel sind die derzeit am stärksten bedrohte Vogelgruppe – in Europas Agrarlandschaft ging in den letzten 30 Jahren jeder zweite Vogel verloren. Die bisherigen Versuche, die GAP in Europa „grüner“ zu machen, sind sowohl beim Umweltschutz als auch bei der biologischen Vielfalt gescheitert.

Die Konsultation ist ein willkommener Beginn einer neuen Debatte über eine künftige GAP. Bedauerlicherweise werden für die nächste GAP keine Ziele für eine nachhaltige Entwicklung priorisiert, wie sie im Rahmen des Arbeitsprogramms der Kommission für 2017 festgelegt wurden. Diese Ziele sollten jedoch im Mittelpunkt der neuen Agrarpolitik zu stehen.

Gábor Wichmann, stellvertretender Geschäftsführer von BirdLife Österreich, bekräftigt: „Mit dem heutigen Beginn der GAP-Reform haben wir die Gelegenheit, ein Landwirtschaftssystem einzuführen, mit dem die Landwirtschaft die Bedürfnisse der Menschen und des Planeten befriedigen kann und will. Wir rufen Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, auf, federführend den GAP-„Dinosaurier“ so umzuwandeln, dass eine neue Agrarpolitik den Anforderungen von heute gerecht werden kann. Nur mit verstärkten Bemühungen für den Naturschutz können unsere Kinder in Zukunft auch noch Arten wie Feldlerche oder Rebhuhn bewundern."

BirdLife Österreich beteiligt sich an der Kampagne von BirdLife Europe – folgen Sie unseren laufenden Tätigkeiten zur Reform der GAP unter dem Motto #LivingLand.



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