Gebirgsvögel

Lernen Sie die häufigsten Brutvögel kennen!

Auerhuhn (Tetrao urogallus)

Das Auerhuhn ist ein Brutvogel subalpiner Nadelwälder und montaner Mischwälder und damit ein verbreiteter Brutvogel der Alpen, das Verbreitungsgebiet ist allerdings nicht mehr geschlossen. Die Art stellt hohe Ansprüche an den Lebensraum und benötigt eine vielseitige Waldstruktur. Auch bei der spektakulären Arena-Balz in der Morgen- und Abenddämmerung, bei der mehrere Hähne gleichzeitig werben, spielt die Waldstruktur eine große Rolle. 

 

Bergpieper (Anthus spinoletta)

Der Bergpieper ist ein 15,5 bis 17 cm kleiner Stelzenverwandter. Er besiedelt Almwiesen und Rasengesellschaften der Subalpin- und Alpinstufe. Zur Jungenaufzucht werden eifrig Schnecken, Würmer und andere Kleintiere gesucht. Das Nest liegt in einer Nische, Halbhöhle oder Felsspalte und wird vom Weibchen normalerweise aus Schutz vor Prädatoren nicht direkt angeflogen. Den letzten Teil gehen die Bergpieper zu Fuß. 

 

Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra)

Der Fichtenkreuzschnabel ist ein unverwechselbarer Vogel aus der Familie der Finken (Fringillidae). Die Spitzen des Ober- und Unterschnabels sind überkreuzt, wobei die Überkreuzungsrichtung variabel ist. Der Schnabel fungiert als Werkzeug, um die Schuppen von Fichten-, Tannen-, Lärchen- und anderen Zapfen aufzuspreizen und an die Samen zu kommen. Fichtenkreuzschnäbel sind bezüglich Brutperiode höchst anpassungsfähig. Das Brutverhalten hängt stark vom verfügbaren Nahrungsangebot ab. 

 

Ringdrossel (Turdus torquatus)

Die Ringdrossel, regional auch als Ringamsel bekannt, ist in Österreich ein weit verbreiteter Brutvogel der Alpen, wo sie aufgelockerte Nadel- und Mischwälder der montanen und subalpinen Zone sowie Krummholzbestände und Einzelgehölze in der alpinen Stufe besiedelt. Ringdrosseln sind Kurz- bis Mittelstreckenzieher und besetzen ab der zweiten Märzhälfte und im April ihre Reviere in den Alpen, daher finden sie dort häufig noch eine geschlossene Schneedecke und wenig Nahrung vor. Notfalls wird dann das Revier zur Nahrungssuche tagsüber verlassen. 

 

Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes)​

Der Tannenhäher zählt, wie auch der etwa gleichgroße Eichelhäher, zur Familie der Rabenvögel (Corvidae). Er besiedelt ausgedehnte Nadelwälder aller Art und nadelholzdominierte Mischwälder und trägt dort maßgeblich zur Verbreitung der Bäume bei.  Im Herbst sammelt der Tannenhäher eifrig Nüsse und Samen und legt Vorratslager an. Dabei können bis zu 25 Haselnüsse auf einmal im Kehlsack transportiert werden!